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PICK'n'PLACE

Interdisziplinäres Performance-Projekt im öffentlichen Raum aus dem Zyklus »URBAN-CITY-URBAN«
Uraufführung: 1. Oktober 2010, Köln

Das Performance-Projekt PICK’n’PLACE besteht aus zwei eigenständigen Aktions-Installationen, deren konzeptioneller Mittelpunkt drei Regalsysteme sind. Im öffentlichen Raum platziert werden sie mit unzähligen Alltagsgegenständen bestückt.

Regale sind Lager- und Ordnungssystem, Archiv- und Ausstellungsraum, Aufbewahrungsplatz für Gesammeltes, Liebgewonnenes und Vergessenes, Fundgrube und Sammelstelle von Erinnerungen. Die Regalsysteme und deren Umgebung werden zum individuellen Aktionsort für zwei Performer. Diese benutzen, räumen und sortieren den Regal-Inhalt und werden selbst Teil der Regal-Ordnung bzw. Un-Ordnung. Es entsteht ein Mikrokosmos, der gesellschaftliche Ordnungs- und Lebenssysteme reflektiert.

Mittels Abstraktion, Verzerrung und Demontage bis zur Selbstaufgabe bringen die zwei Performer Verstecktes ans Licht der Öffentlichkeit – Eingemachtes im wörtlichen und abstrakten Sinn wird entblößt und vorgeführt. Manische Aspekte des Regalkosmos’ machen Auswüchse von gesellschaftlichen Zuständen sichtbar.
Die Aktions-Installationen stellen Persönliches vor, legen subtil und surreal die Veräußerlichung von Privatem offen, zeigen die Wechselwirkung zwischen öffentlicher Ordnung und individueller Freiheit.
PICK’n’PLACE ist ein Spiel mit Platzierung und Deplatzierung – eine Ver-Rückung von Innen- und Außenwelten.

PICK’n’PLACE eröffnete den Projektzyklus URBAN-CITY-URBAN.
Angie Hiesl und Roland Kaiser werden in den nächsten Jahre den mehrteiligen Projektzyklus URBAN-CITY-URBAN für den städtischen öffentlichen Raum realisieren. Die Arbeiten beschäftigen sich mit Stadtentwicklung, urbanem Strukturwandel, mit der Wirkung von Performativer/Installativer Kunst auf den öffentlichen Raum und umgekehrt. Künstlerische Formen im Umgang mit öffentlichem Raum und Passanten/Publikum werden weiterentwickelt. Positionen zum Thema Mensch und speziell zum menschlichen Körper im privaten und öffentlichen Raum werden aktualisiert.


URBAN-CITY-URBAN besteht aus Projekt-Modulen mit verschiedenen künstlerischen Arbeitsansätzen: Inszenierte Projekte / Improvisierte Interventionen / Inszenierte Vorträge.
Die Arbeiten sind interdisziplinär angelegt. Die AkteurInnen werden aus den Bereichen Tanz, Theater, Performance, Musik und Wissenschaft sowie aus anderen Berufs- und Lebensfeldern ausgewählt. Die Projekte finden outdoor als site-specific work im urbanen öffentlichen Raum statt.


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