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ID-clash - unser Projekt 2013

Interkulturelles Performance- und Installations-Projekt zum Thema Transidentität
Dauer: 90 bis 120 Minuten
Altersbeschränkung : 16 Jahre

ID-clash wurde 2013 für zwei Preise nominiert: für den „Kölner Tanztheaterpreis 2013” sowie den „Kurt Hackenberg-Preis für politisches Theater”.

Die Wurzeln des Projekts in Bangladesh
2010 wurden Angie Hiesl + Roland Kaiser von der damaligen Leiterin des Goethe-Instituts Bangladesh, Angela Grünert, nach Dhaka eingeladen, um in dem von ihr gegründeten Rainbow Festival einen Workshop zum Thema Geschlechteridentität zu leiten. Sie stellte für die beiden den Kontakt zur Community der Hijra, des „Dritten Geschlechts“, her. Die Idee zu einem interkulturellen Projekt mit transidenten PerformerInnen aus Bangladesh und Europa entstand. Auch mit seiner neuen Direktorin Judith Mirschberger blieb das Goethe-Institut Bangladesh Partner des Projekts. In einem vertiefenden Workshop in Dhaka im Februar 2013, der mit einer öffentlichen Aufführung abschloss, wurden die zwei Performerinnen aus Bangladesh für ID-clash ausgewählt.




Dokumentation von ID-clash

ID-clash – Interkulturelles Performance- und Installations-Projekt von Angie Hiesl + Roland Kaiser zum Thema Transidentität
Männlich? Weiblich? Anders?
Transidente Menschen entziehen sich der Geschlechterrolle, die ihnen durch Geburt zugewiesen wurde, weil sie sich durch sie nicht beschrieben fühlen. Sie erleben ihren Körper als „falsch“, sich selbst als „ver-un-ortet“ darin. Ihre geschlechtliche Selbstdefinition stößt in der Gesellschaft zwar oft auf Irritation, findet aber zunehmend Akzeptanz.

ID-clash stellt die Ausschließlichkeit der geschlechtlichen Zwei tei lung in Frage. Sobald das rein binäre System verlassen wird, werden die Möglichkeiten und Modelle geschlechtlicher Selbstdefinition zahllos. Das Projekt konzentriert sich auf verschiedene Entwürfe und Stadien von Transformation. In ID-clash begegnen transidente Performerinnen aus Europa und Lateinamerika Vertreterinnen der Hijra-Kultur aus Bangladesh.

In Europa folgt das Leben von Transidenten individuellen Entwürfen in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld von Toleranz, Tabuisierung und Ablehnung. Im Diskurs um Gleichstellung und Gesellschaftsfähigkeit sind Nischen und Schutzräume entstanden. Die Existenz der Hijra in Südasien folgt einer jahrhundertealten mythologischen Tradition. Genetisch sind es meist Männer, die sich zwar äußerlich als Frauen geben, sich aber keinem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen. Sie bezeichnen sich als das „Dritte Geschlecht“.

Bei ID-clash begegnen die Zuschauer auf einem kaum bekannten Gelände im städtischen Abseits, der Stadtgärtnerei in Köln-Poll, Menschen, die sich mit normierten Geschlechterrollen nicht identifizieren.





Trailer von ID-clash



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